Dirigent/in

Facundo Agudin

Biographie

Facundo Agudin wurde in Buenos Aires geboren und ist schweiz-argentinischer Dirigent. Nach Abschluss seines Masterstudiums als Orchesterleiter an der Universidad Católica Argentina erhielt er eine weitere Ausbildung speziell in mittelalterlicher Musik bei Pedro Memelsdorff in Bologna und vervollständigte seine postgradualen Studien in historischer Komposition an der Schola Cantorum Basiliensis. Seine sechsjährige Berufserfahrung als Bariton im Schweizer Kammerchor, mit dem er gemeinsam mit dem Zürcher Tonhalle-Orchester unter der Leitung von Claudio Abbado, Valery Gergiev, Armin Jordan, Sir Simon Rattle, Gennadii Roshdestwenskij, Wolfgang Sawallisch, David Zinman u. a. konzertierte, vermittelte ihm ausschlaggebende Impulse für seine weitere Entwicklung als Dirigent.

2007 erhielt er den ersten Preis des Colin Metters International Seminars (St. Petersburger Symphoniker). Er siedelte sich in Basel an und gründete dort das Ensemble Musique des Lumières, dessen künstlerischer und musikalischer Leiter er seitdem ist. Am Armenischen Nationaltheater war er als Erster Gastdirigent tätig. Am Mariinsky Theater in St Petersburg gastierte er 2014 und 2015 mit Vorstellungen von Gounods Faust. Gemeinsam mit Daniel Barenboim und Alejo Pérez wurde er in die Short List der für den Preis "Bester argentinischer Dirigent 2015" nominierten Künstler aufgenommen.

Er arbeitete mit Orchestern wie dem Prager Kammerorchester, dem Sinfonieorchester Basel, dem Sinfonie Orchester Biel, den St. Petersburger Symphonikern, dem Orchester des Armenischen Nationaltheater, dem Orchester des Mariinsky Theaters, der Kislovodsk Philharmonie, dem Orchester des Teatr Wielki in Posen, dem Philharmonischen Orchester des Teatro Colon, der National Symphony of Argentina, dem Orchester des Teatro Argentino La Plata, dem CRT Torino, der Sinfonica Aosta, dem Symphonieorchester Besancon, dem Ensemble Ars Nova in Poitiers und dem Desaga Kammerorchester. Mit der National Symphony of Argentina verbindet ihn eine regelmäßige Zusammenarbeit, die sich in umjubelten Aufführungen von Strawinskys Der Feuervogel und Oedipus Rex, Brittens War Requiem und Berlioz Roméo et Juliette manifestierte.

Auf der zeitgenössischen Opernbühne hat er Der schwarze Mozart und Romulus der Grosse von Andreas Pflüger uraufgeführt. Zurzeit arbeitet er mit dem Komponist Richard Dubugnon an einem Projekt mit dem Titel "Dürrenmatt 2021"
sowie mit dem Komponist Alfons Zwicker, der Regisseurin Nicola Raab und dem Bühnenbildner David Haneke an einer neuen Oper.

Weitere Projekte umfassen u. a. seine erste Zusammenarbeit mit dem Philharmonischen Orchester der angesehenen Stiftung Würth (Deutschland).

Mit seinem Ensemble Musique des Lumières spielte er Aufnahmen für den Schweizer Rundfunk SRF sowie für die Labels NEOS Music, Oehms Classics und Doron Music ein. Zudem arbeitete er mit der Universal Music Group und dem Verlag Ricordi, um Giovanni Simone Mayrs Opern wieder zu etablieren. Seit 2017 gehört er zu den Künstlern des Labels IBS Classical – Naxos. Seine Diskographie umfasst Christian Favres Requiem, Robert Schumanns Der Rose Pilgerfahrt, Giovanni Simone Mayrs Demetrio, re di Siria sowie die CD-Projekte "Nuevo Tango Nuevo" und "Cantique" (mit Werken von Blochs, Reger und Pflüger). 2017 werden vier neue CD-Aufnahmen von IBS Classical veröffentlicht: J. S. Bachs Kantaten Nr. 82 & 170, “Mozart & Dürrenmatt”, “The Cortazar Project” und eine revidierte Neuaufnahme von Ullmanns Der Kaiser von Atlantis dem Manuskript der Sacher Stiftung in Basel folgend.

Facundo Agudin widmet sich außerdem der Förderung von Nachwuchstalenten: Als Gastprofessor leitet er derzeit das Dirigentenseminar an der Kunstuniversität von Buenos Aires. Er ist Mitglied des "Hebdo / Forum des 100", einer Vereingung von hundert Persönlichkeiten, die sich aktiv im Kulturleben der französischen Schweiz einbringen.

Juni 2017

Links

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Homepage von Musique des Lumières

Kontakt

Laurent Delage
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Laurent Delage